KI-RechercheLeadgenerierungSignale

KI-Recherche: Leads nach dem finden, was sie getan haben, nicht nach dem, was sie sind

Ein Datenbankfilter grenzt nach Position, Firmengröße und Ort ein. Die KI-Recherche sucht auch nach Ereignissen und Aussagen, für die es keine Datenbankspalte gibt.

ListPlus Team5 Min. Lesezeit

Jede Liste beginnt mit einem Filter: Titel, Mitarbeiterzahl, Branche, Land. Ein Filter beschreibt, was jemand ist. Der Grund, warum du mit der Person sprechen willst, ist fast immer etwas, das sie getan hat: eine erste Vertriebsstelle in Wien ausgeschrieben, eine Seed-Runde bekannt gegeben, sich in einem Forum über die Anreicherungskosten beschwert. Das steht in keiner Datenbankspalte.

Was die KI-Recherche ist

ListPlus hat neben der Datenbanksuche einen zweiten Suchmodus, die KI-Recherche. Du beschreibst die Zielgruppe in einem Satz. Ein Agent arbeitet auf dem Server die Quellen ab, die du freigegeben hast: Websuche, Stellenanzeigen, News, Hacker News, LinkedIn-Beiträge, Reddit, X und die Kontaktdatenbank. Für jeden Kandidaten liest er die Seite, prüft, ob die Beschreibung passt, sucht das echte LinkedIn-Profil und legt den Treffer ab: mit Fit-Score von 0 bis 100, einer Begründung in einem Satz und dem Beleg.

Das Beispiel der App ist englisch, weil die meisten Quellen englisch sind: „CEOs and founders of B2B SaaS companies in the US that raised seed or Series A in the last few months.“ Für DACH etwa: Geschäftsführer von B2B-Software-Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in den letzten drei Monaten eine Seed- oder Series-A-Runde bekannt gegeben haben. Drei Teile: Rolle, sichtbares Signal, Branche oder Region. Fehlt das Signal, hast du einen Datenbankfilter in Prosa geschrieben.

Für wen das gedacht ist

Die KI-Recherche lohnt sich, wenn ein beobachtbares Ereignis wichtiger ist als ein Filter nach Position oder Firmengröße: eine ausgeschriebene Stelle, ein Technologiewechsel oder ein Messeauftritt. Wenn Position, Firmengröße und Land deine Zielgruppe ausreichend beschreiben, ist die Personen- oder Firmensuche schneller und pro Datensatz günstiger.

Ein Lauf in fünf Schritten

  1. Leads beschreiben. Finden öffnen, auf KI-Recherche wechseln, den Satz tippen oder diktieren. Ein Klick setzt das Funding-Beispiel ins Feld; die Karten mit weiteren Recherche-Ideen (wer stellt ein, wer redet darüber, wer hat gerade Geld bekommen) laden einen fertigen Satz und schalten die passenden Quellen ein.
  2. Stoppziel und Budget setzen. „Stoppen nach“ nimmt 25, 50, 100 oder kein Limit. Das „Credit-Limit“ ist eine feste Auswahl von 10 bis 500 Credits, voreingestellt 50. Der Lauf endet, sobald eines von beiden erreicht ist oder eine Runde nichts Neues findet; hört er zu früh auf, startet ListPlus bis zu fünf weitere Runden, nie über das Limit hinaus.
  3. Quellen freigeben. Jede Quelle ist ein eigener Schalter mit dem Preis daneben. Ein Schalter ist eine Erlaubnis, kein Auftrag: Stellenanzeigen fragt der Agent nur ab, wenn der Satz nach Firmen fragt, die einstellen. Eine freigegebene Quelle, die der Satz nicht braucht, kostet nichts.
  4. Starten und gehen lassen. Der Lauf arbeitet auf dem Server, der Tab kann zu. Ein Zähler zeigt die verbrauchten Credits, Stopp behält alles Gefundene, Fortsetzen öffnet einen weiteren Durchgang derselben Größe.
  5. Treffer in eine Liste übernehmen. Ankreuzen und „Zu Liste hinzufügen“ klicken (in eine bestehende Liste kostenlos), oder „Neue Treffer automatisch in eine Liste übernehmen?“ mit „Ja, sobald sie gefunden werden“ beantworten und die Schwelle setzen: ab Fit 50, 70 oder 85. Dubletten bleiben draußen; mit Zielliste zählt „Stoppen nach“ die Datensätze, die wirklich angekommen sind.
Demo der KI-Recherche in ListPlus (englische Oberfläche) mit Funding-Satz, Rechercheschritten des Agenten und Treffern samt Quellen.
Demo-Ansicht der Recherche: Beschreibung, Schritte des Agenten und Quellen hinter den Treffern.

Was zurückkommt

Der Demo-Screenshot zeigt, wo Firma, Ort, Quelle und Datum zu einem Treffer stehen. Klappst du ihn auf, siehst du den Rechercheweg bis zum geprüften LinkedIn-Profil. Diese Prüfung ist kostenlos und läuft, bevor ein Treffer abgelegt wird; so wird eine Person ohne echtes Profil kein Treffer. Lies die Belege selbst, bevor du jemanden kontaktierst. Die KI-Recherche liefert eine Person mit Beleg, noch keine E-Mail-Adresse. Die kommt danach über die Anreicherung in der Liste, berechnet bei Treffer.

Was es kostet

Es gibt keinen Preis pro Treffer und keinen pro Lauf. Das Nachdenken des Agenten wird nach Verbrauch abgerechnet wie jeder KI-Schritt in ListPlus, die kostenpflichtigen Quellen pro Aufruf: Datenbank 2 Credits pro Seite mit bis zu 25 Ergebnissen (eine leere oder wiederholte Seite ist frei), LinkedIn-Personen 4 pro Suche plus 0,5 pro gefundenem Profil, LinkedIn-Beiträge 0,5 pro Suche plus 0,75 pro Beitrag, dessen Reaktionen gelesen werden, Reddit 10 pro 25 Beiträge oder Kommentare, X 3 pro 100 Beiträge. Websuche, Seiten lesen, Stellenanzeigen, News, Hacker News und die LinkedIn-Profilprüfung kosten nichts.

Das Credit-Limit deckt den Agenten und die kostenpflichtigen Quellen. Voreingestellt sind 50 Credits; mit Pro entspricht das beim veröffentlichten Preis von 0,03 € pro Credit einer Obergrenze von 1,50 €, nicht einem erwarteten Preis pro Treffer. Die tatsächlichen Kosten hängen davon ab, welche Quellen der Agent aufruft.

Deine KI: dasselbe Cockpit, dein eigener Assistent

Arbeitest du ohnehin in Claude oder ChatGPT, gib die Recherche dorthin. Wähle bei der Frage, wer suchen soll, „Deine KI“ und lass die URL erzeugen. Den Link, die MCP-URL oder die fertige Anweisung fügst du in deinen Assistenten ein; er meldet die Treffer in dieselbe Recherche. Gemeldete Treffer kosten nichts; die freigegebenen kostenpflichtigen Werkzeuge laufen gegen eine Obergrenze von 10, 25 oder 50 Credits. Der Link funktioniert für jeden, der ihn hat. Behandle ihn wie ein Passwort.

Was es nicht tut

  • Es läuft nicht nach Zeitplan. Eine Recherche läuft einmal; Fortsetzen ist ein Klick von dir. Eine Firma jeden Monat auf eine Finanzierungsrunde zu prüfen, ist nicht ihr Zweck.
  • Es ersetzt die Datenbank nicht. Ein Lauf fasst höchstens 200 Treffer, mit Zielliste 1.000.
  • Es hebt Ergebnisse nicht ewig auf: 7 Tage, mit Übergabe an eine Liste 30. Die Liste behält die Datensätze.
  • Es liefert keine E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Die kommen aus der Anreicherung in der Liste, berechnet nur bei Treffer.