Clay-Preise 2026 verständlich erklärt
Vier Pläne, zwei Währungen und ein paar Schranken, die über die echte Rechnung entscheiden. So funktioniert Clays Preismodell seit März 2026.
Am 11. März 2026 hat Clay sein Preismodell umgebaut. Statt eines einzigen Credit-Zählers gibt es seitdem zwei Währungen: Data Credits für die eingekauften Daten und Actions für die Arbeit, die Clay damit erledigt. Der Plan bestimmt, wie viel du von beidem bekommst, und welche Funktionen überhaupt freigeschaltet sind.
Alle Angaben stammen von clay.com/pricing und aus Clays eigener Ankündigung, geprüft am 2. Oktober 2026. Die Preisseite arbeitet mit Schiebereglern für das Credit-Volumen. Vor einer Budgetplanung also immer direkt bei Clay nachsehen.
Die vier Pläne
- Free: 0 $. 500 Actions und 100 Data Credits pro Monat, höchstens 200 Zeilen pro Tabelle. Keine Telefonnummern, keine CRM-Integration.
- Launch: ab etwa 167 $ im Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich mehr. 15.000 Actions pro Monat plus wählbares Data-Credit-Paket. Telefonnummern, Jobwechsel-Signale, Anbindung an E-Mail-Tools, geplante Läufe.
- Growth: ab etwa 446 $ im Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich mehr. 40.000 Actions pro Monat plus Data Credits. Automatischer CRM-Sync, HTTP-API-Aufrufe, Web Intent, Priority Support.
- Enterprise: individueller Jahresvertrag mit SSO, Rollenrechten und eigenem Ansprechpartner.
Die wichtigste Schranke für kleine Teams ist Growth: Wer sein CRM automatisch synchronisieren oder aus einer Tabelle heraus eine externe API aufrufen will, braucht diesen Plan.
Data Credits und Actions
Data Credits bezahlen die Daten aus Clays Marktplatz, laut Clay ab 0,05 $ pro Credit, bei Volumen günstiger. Ungenutzte Data Credits werden in Launch und Growth bis zum Doppelten der Monatsmenge übertragen.
Actions bezahlen die Orchestrierung: Anreicherungen ausführen, Tabellen laufen lassen, KI-Modelle aufrufen, Daten an andere Systeme senden oder exportieren. Actions verfallen am Ende jedes Abrechnungszeitraums. Wer eigene API-Schlüssel der Datenanbieter nutzt, spart die Data Credits, zahlt aber weiter Actions.
Was sich im März 2026 geändert hat
- Die alten Pläne Starter, Explorer (349 $) und Pro (800 $) wurden für Neukunden durch Launch, Growth und Enterprise ersetzt. Bestandskunden durften bleiben.
- Data Credits wurden laut Clay um 50 bis 90 Prozent günstiger, die Kosten der Orchestrierung stecken jetzt in den Actions.
- Der HTTP-API-Zugang wanderte von Explorer zu Growth.
- Neue Produkte wie Audiences, Workflows und der Sequencer gibt es nur in den neuen Plänen.
Günstigere Daten kamen gut an. Einzelne Builder und kleine Agenturen, die den Explorer-Plan wegen des API-Zugangs genutzt hatten, kritisierten dagegen den Sprung auf Growth.
Was die Rechnung wirklich treibt
- Zeilen, die angereichert, aber nie genutzt werden: Funktionsadressen wie info@, Wegwerf-Domains, Zeilen ohne Person oder Firma.
- Ungeplante Wiederholungsläufe, etwa nach geänderten Einstellungen, weil Tabellen standardmäßig automatisch laufen.
- KI- und Recherche-Spalten, die pro Zeile Actions verbrauchen, auch wenn die Antwort am Ende nicht weiterhilft.
- Plan-Schranken: CRM-Sync und HTTP-Aufrufe erzwingen oft den Wechsel von Launch zu Growth.
Was kostet ein nutzbarer Kontakt?
Die entscheidende Zahl ist nicht der Preis pro Credit, sondern der Preis pro Kontakt, der wirklich in der Kampagne oder im CRM landet. Rechne Planpreis plus alle verbrauchten Data Credits und Actions einer Liste und teile durch die tatsächlich versendeten oder synchronisierten Kontakte. Meist zeigt sich: Jede unbrauchbare Zeile, die mit angereichert wurde, verteuert jeden guten Kontakt.
So sinken die Kosten, mit jedem Tool
- Vor dem Anreichern prüfen: Dubletten, Funktionsadressen, Wegwerf-Domains und Zeilen ohne Person entfernen.
- Nur anreichern, was für den Zweck fehlt. Für Cold Email braucht es eine verifizierte Firmenadresse, keine Mobilnummer.
- Erst kurz vor dem Versand verifizieren. B2B-Kontaktdaten veralten um etwa zwei bis drei Prozent pro Monat.
- Automatische Läufe nur dort zulassen, wo sie gebraucht werden.
- Monatlich die Kosten pro genutztem Kontakt ansehen, nicht die Credits pro Abfrage.
Wo ListPlus ansetzt
ListPlus fängt am anderen Ende an: Liste importieren, ListPlus erkennt den Inhalt jeder Spalte und führt über 100 Prüfungen kostenlos aus. Dann wählst du den Zweck, etwa Cold Email, CRM-Import oder Telefonakquise, und jede Zeile wird als bereit, anreicherbar oder unbrauchbar eingestuft. Angereichert werden nur die anreicherbaren Zeilen, die maximalen Kosten stehen vorher fest, und die meisten Abfragen kosten nur bei Treffer.
Der kostenlose Plan importiert bis zu 25.000 Datensätze und bearbeitet 5.000, mit 25 Start-Credits. Pro kostet 49 € im Monat, Premium 129 € mit HubSpot-, Salesforce- und Pipedrive-Sync. Ein Credit kostet mit Pro oder Premium 0,03 € und verfällt nie; eine verifizierte E-Mail-Adresse gibt es ab 2 Credits. Wer gern Spalte für Spalte eigene Abläufe baut, ist bei Clay richtig. Wer vor allem will, dass die Liste stimmt, bevor sie rausgeht, fängt mit einer Prüfung an.