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E-Mail-Bounce-Rate: was 2026 gut ist und wie du unter 2 Prozent bleibst

Die Grenzwerte, die bei Cold Email zählen, die eigentlichen Ursachen von Bounces und eine Checkliste für jede Liste vor dem Versand.

ListPlus Team6 Min. Lesezeit

Die Bounce-Rate ist der Anteil der versendeten Mails, die nicht zugestellt werden konnten. Bei Cold Email ist sie die erste Zahl, auf die Postfachanbieter und Versand-Tools schauen, und die am leichtesten mit einer schlechten Liste ruiniert wird.

Hard Bounce und Soft Bounce

Ein Hard Bounce ist endgültig: Die Adresse existiert nicht, die Domain ist weg oder der Server lehnt dauerhaft ab. Ein Soft Bounce ist vorübergehend, etwa ein volles Postfach oder ein kurz nicht erreichbarer Server. Hard Bounces schaden der Absender-Reputation. Hart gebouncte Adressen sofort entfernen und nie wieder anschreiben, wiederholte Soft Bounces ebenfalls sperren.

Welche Bounce-Rate ist gut?

  • Unter 2 Prozent ist das übliche Ziel für Cold Email, sehr gute Absender liegen unter etwa 1,5 Prozent, Hard Bounces bei 1 Prozent oder darunter.
  • lemlist bewertet unter 2 Prozent als gesund, 2 bis 5 Prozent als Warnung und über 5 Prozent als kritisch.
  • Instantly pausiert Kampagnen standardmäßig ab 5 Prozent Bounces, frühestens nach 200 Mails, und empfiehlt selbst, schon ab 2 Prozent zu pausieren.
  • Google verlangt von allen Absendern eine Spam-Beschwerderate unter 0,3 Prozent und empfiehlt unter 0,1 Prozent.

Woher Bounces kommen

  • Veraltete Daten: B2B-Kontaktdaten veralten um etwa zwei bis drei Prozent pro Monat, weil Menschen den Job wechseln.
  • Nicht verifizierte oder geratene Adressen wie vorname.nachname@, die oft nicht existieren.
  • Catch-all-Domains, die bei der Prüfung jede Adresse annehmen, sodass das Postfach nicht bestätigt werden kann.
  • Tippfehler und Formatfehler, etwa gmial.com.
  • Funktions-, Test- und Wegwerf-Adressen, die nie in eine Cold-Email-Kampagne gehört hätten.

Die Bounce-Rate vorher abschätzen

Zähle die Adressen nach Prüfergebnis und multipliziere jede Gruppe mit einer realistischen Bounce-Quote. Beispiel: 70 Prozent gültig mit etwa 1 Prozent Bounces, 25 Prozent Catch-all mit etwa 8 Prozent, 5 Prozent unklar mit etwa 15 Prozent. Das ergibt rund 0,7 + 2,0 + 0,75, also etwa 3,5 Prozent für die ganze Liste, über der 2-Prozent-Grenze, bevor eine einzige Mail rausgeht. Ohne Catch-alls und unklare Adressen liegt die Hauptkampagne wieder bei etwa 1 Prozent.

Checkliste: unter 2 Prozent bei jeder Liste

  1. Dubletten, Funktionsadressen (info@, vertrieb@), Wegwerf- und Testdomains sowie Tippfehler entfernen.
  2. Jede Adresse direkt vor dem Versand verifizieren, ältere Prüfungen (über etwa 30 Tage) wiederholen.
  3. In die Hauptkampagne nur gültige Adressen. Catch-alls als eigenes Segment, über eigene Domains oder nach einer Spezialprüfung.
  4. Unklare Ergebnisse weglassen, bis eine zweite Prüfung sie klärt.
  5. Hard Bounces dauerhaft sperren, über alle Kampagnen und Tools hinweg.
  6. Auch die Versandseite pflegen: SPF, DKIM und DMARC, aufgewärmte Postfächer, moderate Menge pro Postfach und Tag.
  7. Die ersten 100 bis 200 Mails jeder Kampagne beobachten und bei über 2 Prozent pausieren.

Wie ListPlus hilft

ListPlus prüft jede E-Mail-Spalte automatisch und kostenlos auf ungültige Formate, Funktionsadressen, Wegwerf- und Testdomains, private Freemail-Domains und Tippfehler samt Korrekturvorschlag. Die Zustellbarkeitsprüfung fragt den Mailserver direkt für 0,1 Credit pro Adresse und meldet gültig, ungültig, Catch-all, Wegwerf oder unklar; Catch-all und unklar werden nicht berechnet. Mit der Auswertung „Cold Email“ wird jede Zeile als bereit, anreicherbar oder unbrauchbar eingestuft, sodass nur Adressen in die Kampagne gehen, die bestehen.